Vereinte Nationen: Jahrzehnt der Verkehrssicherheit

2011 bis 2020

Guerilla-Aktion mit Skelett

Das Skelett aus Kreidespray mit Slogan und QR-Code.
Die "Gullideckel" dienen als Rippen des Skeletts.

Die etwas andere „Plakataktion“:

Im Rahmen des weltweiten Jahrzehnts der Verkehrssicherheit, initiiert durch die Vereinten Nationen (UN), und der Gewissheit, dass die Hauptunfallursache in Deutschland, also auch in Düsseldorf, weiterhin überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit ist, hat die Verkehrswacht Düsseldorf e. V. gemeinsam mit der Werbeagentur GREY die erste Guerilla-Aktion in der Geschichte der Verkehrswacht entwickelt.

Aufgabenstellung für GREY und die Verkehrswacht Düsseldorf e. V. war:
"Zeigt allen Verkehrsteilnehmern die Gefahren, die durch zu hohe Geschwindigkeiten verursacht werden, und regt zum Nachdenken an - mit sehr knappen finanziellen Mitteln."

Normalerweise richten sich unsere Kampagnen und Aktionen direkt an die jeweiligen Zielgruppen. Bei der "Skelett-Aktion" haben wir die Aufmerksamkeit an die Orte verlagert, wo die Unfälle passieren: Auf die Straße!

Mit einem absolut kleinen Budget haben wir innerhalb von einigen Stunden Tausende von Leuten erreicht und ihre Aufmerksamkeit auf das Thema Unfalltote und Geschwindigkeitsreduzierung gelenkt. Wir sind davon überzeugt, dass noch keine Kampagne aus unserem Haus so schnell ein großes Gesprächsthema geworden ist.

An über 40 Stellen in Düsseldorf kann man die Skelette aus Kreidefarbe mit dem Slogan "5.500 Tote zu viel - Runter vom Gas!" und einem entsprechenden QR-Code versehen über Gullideckeln finden. Es sollen sich alle Verkehrsteilnehmer angesprochen fühlen.

Zum Motiv selbst möchten wir klarstellen, dass die Zahl 5.500 nicht die Unfalltotenstatistik aus 2011 widerspiegelt, weder bundesweit (4.002), noch in Düsseldorf (11). Es ist eine fiktive Zahl, die aufrütteln und vor Augen halten soll, wo es wieder hingehen kann, wenn sich nicht alle Verkehrsteilnehmer an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. 2011 ist die Zahl der Verkehrstoten zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder gestiegen.

"Runter vom Gas" ist dabei eine ganz klare und simple Botschaft. Wenn wir durch unsere "Skelett-Aktion" nur einen tödlichen Unfall verhindern können, dann hat sich der Aufwand und die Umsetzung gelohnt.

 

Die "Gullideckel", die benutzt wurden, heißen eigentlich Ablaufroste.

Youth and Road Safety Action Kit!

Hier das Action Kit herunterladen!

YOURS hat offiziell das "Youth- and Road Safety Action Kit" veröffentlicht! Dies ist eine neuartige und erstklassige Anleitung für alle jungen Menschen auf der ganzen Welt und zielt darauf ab, die Sicherheit im Straßenverkehr zugänglich für die Jugend zu machen - egal wo auf der Welt.

Verkehrsunfälle weltweit sind die häufigste Todesursache für junge Menschen. Die Jugend hat das Recht, die Verantwortung und die Fähigkeit, diese Situation zu ändern. Dieses "Youth- and Road Safety Action Kit" ist eine wesentliche Ergänzung für die Verkehrssicherheit und soll als Werkzeugkasten dienen.

Lassen Sie sich inspirieren. Engagieren Sie sich. --> Video zum "Youth and Road Safety Action Kit!"

Ausgehend von der Situation, dass weltweit alle sechs Sekunden ein Mensch im Straßenverkehr getötet oder schwerstverletzt wird, rufen die Vereinten Nationen (UN) alle Mitgliedstaaten auf, sich in diesem Jahrzehnt noch stärker als bisher um eine Verbesserung der Sicherheit zu bemühen – mit dem Ziel, die fatalen menschlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen dieses weltweit größten Gesundheitsproblems zu verringern.


Auch wir, die Verkehrswacht Düsseldorf e.V., schließen uns diesem Aufruf an.


Wear“, zu deutsch „tragen“, steht für die Nutzung von Gurten und Helmen, die lebensrettend wirken sowie für das Tragen des Stickers, der die Botschaft verkündet.

Believe“ steht für die Gewissheit, dass es Maßnahmen gibt, die die Anzahl und Schwere der Unfälle verringern können. Dies geschieht nicht von allein, daher ruft...

Act“ („Tu es“) dazu auf, die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.

Der Slogan „Together we can save millions of lives“ („Zusammen können wir Millionen Leben retten“) symbolisiert in verschiedenen Sprachen das große Ziel dieses Jahrzehnts.

Im UN-Aktionsplan werden folgende fünf wichtigen Handlungsfelder genannt: Verkehrssicherheitsmanagement, Infrastruktur, Fahrzeugtechnik, Verkehrsteilnehmer und Unfallversorgung.

Wir werden uns in den kommenden Jahren im Rahmen dieser weltweiten und bis jetzt einmaligen Aktion unter dem Dach der Vereinten Nationen vor allem um die Verkehrsteilnehmer und damit verwandten Themen kümmern.