Erfolgreicher Kampagnenabschluss

Stadt Düsseldorf, Rheinbahn AG, Verkehrswacht Düsseldorf, Antenne Düsseldorf und Polizei Düsseldorf

70 verletze Fußgänger pro Jahr weniger in Düsseldorf

 

"Achtung Fußgänger! Gemeinsam für mehr Fußgängersicherheit in Düsseldorf" war ein gemeinsames Projekt der Stadt Düsseldorf, der Rheinbahn AG, der Verkehrswacht Düsseldorf e. V., Antenne Düsseldorf und des Polizeipräsidiums Düsseldorf.


Wesentliches Ziel der beteiligten Kooperationspartner war, auf Basis einer detaillierten Unfallanalyse und durch ein abgestimmtes ganzheitliches Vorgehen, die Anzahl der Fußgängerunfälle deutlich zu senken. Dabei erfolgten Schwerpunktsetzungen sowohl in Bereichen der Verkehrserziehung, der Verkehrsüberwachung, der Durchführung baulicher Maßnahmen als auch auf dem Feld der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Zudem gab es drei konkrete Zielvereinbarungen (ausgehend vom Mittelwert der Jahre 2006 bis 2008 als Basiswert):

1. Präventionsziel: Die Anzahl der bei Verkehrsunfällen verunglückten Fußgänger ist bis Ende 2012 um 15 Prozent reduziert.

2. Präventionsziel: Die Verkehrsunfälle durch Fehlverhalten von Fußgängern im Alter von 6 bis 17 Jahren sind bis Ende 2012 um 20 Prozent reduziert.

3. Präventionsziel: Die Verkehrsunfälle, durch Fehlverhalten gegenüber Fußgängern, verursacht durch junge Fahrerinnen und Fahrer, sind bis Ende 2012 um 20 Prozent reduziert.

Die Anzahl der verunglückten Fußgänger ging von über 500 auf nunmehr 430 zurück (Präventionsziel 1).

Die Verkehrsunfälle durch Fehlverhalten von Fußgängern im Alter von 6 bis 17 Jahren sind von 68 auf 46 reduziert (Präventionsziel 2); die Verkehrsunfälle durch Fehlverhalten gegenüber Fußgängern, verursacht durch junge Fahrerinnen und Fahrer, sind von 23 auf 17 zurückgegangen (Präventionsziel 3).

Tiefstwert seit über 14 Jahren

70 verletzte Fußgänger pro Jahr weniger in Düsseldorf sind ein großer Erfolg. Gleichwohl bleibt auch zukünftig für alle beteiligten Projektpartner noch viel im Rahmen ihrer Zuständigkeit zu tun. Aber nicht nur die Projektpartner sind gefragt. Es kommt auf jeden an, der in Düsseldorf am Straßenverkehr teilnimmt.

Ungefähr 80 bis 90 % der durch Fußgänger verursachten Unfälle sind auf Unachtsamkeit oder auf bewusstes Nichtbeachten von einfachsten Verkehrsvorschriften zurückzuführen. Hervortreten hinter Sichthindernissen, Überqueren der Fahrbahn, ohne auf den Verkehr zu achten, bei Rot die Straße überqueren oder noch eben über die Kreuzung fahren sowie vermeintlich geringe Geschwindigkeitsüberschreitungen sind nur einige Beispiele.

Keiner der in Düsseldorf verunglückten Fußgänger hat damit gerechnet, Unfallopfer zu werden und keiner hat damit gerechnet, im Krankenhaus mit schwersten Verletzungen aufzuwachen.

Wenn dies nicht geschehen soll, hilft vor allem eins:

Mehr Vorsicht und gegenseitige Rücksicht! Jeder ist gefragt!

Daten und Fakten zur Kampagne:


Präventionsziel 1:

Anzahl der bei Verkehrsunfällen verunglückten Fußgänger [500 --> -14,1% --> 430]

Präventionsziel 2:
Verkehrsunfälle durch Fehlverhalten von Fußgängern im Alter von 6 bis 17 Jahren [68 --> -32,4% --> 46]
Präventionsziel 3:
Verkehrsunfälle, durch Fehlverhalten gegenüber Fußgängern, verursacht durch junge Fahrerinnen und Fahrer [23 --> -26,1% --> 17]

Was wurde unternommen?:

- 20 Einzelveranstaltungen wie Aktionstage und Radartage

- ca. 120.000 Verwarnungen bzw. Ordnungswidrigkeiten "Geschwindigkeitsübertretungen"

- über 15.000 Verstöße von Fußgängern und über 40.000 Verwarnungen im Zusammenhang mit Verstößen gegenüber Fußgängern

- ca. 16.000 Verwarnungen und Ordnungswidrigkeiten im Rahmen der Stadtteilaktionen

- 15 verschiedene Rundfunk-Trailer, ca. 50 Beiträge und über 150 Nachrichten zum Fußgängerprojekt

- Kinderverkehrsstadtpläne als präventive Maßnahmen 

- 104 bauliche Maßnahmen mit Investitionskosten von ca. 25 Mio. €

- Alle Strab-Überwege wurden in den vergangenen Jahren mit den gelben Doppelblinkern ausgestattet (ca. 200 Stück); teils mit akustischem Signal.

 

Folgende Verkehrsknoten wurden beispielsweise in den letzten Jahren zur Verbesserung der Verkehrssicherheit umgebaut:

- Werdener Straße

- Sankt-Franziskus-Straße (vom Mörsenbroicher Weg bis Rather Broich)

- Ickerswarder Straße (zwischen Am Bärenkamp u. Münchener Straße)

- Umgestaltung Hülsmeyerplatz 

- Birkenstraße

...und darüber hinaus Teilnahme bzw. Durchführung von:

Malaktion, Aktion Dunkle Jahreszeit (Rollnacht), Aktion Vorbild, Plakataktion, Verkehrsschau, Bericht an das Ministerium, Aktion Schule hat begonnen, regelmäßige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Walk to school day, Aktion Würfel, Aktion Anpfiff, Fahrschultermine, Bus der Rheinbahn als Werberträger, Nutzung der Verkehrsinformationssysteme (Variotafeln), Rollatoren-Training mit Senioren, Puppenbühne, Weltkindertage, Ostereieraktion, Blaulichttage, Infostände, Evaluation, Verkehrssicherheitstage, Controlling u.v.m.

Sichtbarkeit schafft Sicherheit!

Rollnacht im Rahmen der "ACHTUNG Fußgänger!"-Kampagne

 

Die Rollnacht Düsseldorf veranstaltete am 04. Oktober 2012 eine ganz besondere Inlineskatenacht zum Thema Verkehrssicherheit. Die Kooperationspartner der "Achtung Fußgänger"-Kampagne (Polizei, Stadt, Antenne Düsseldorf, Rheinbahn AG und Verkehrswacht Düsseldorf) nutzten die Veranstaltung, um die Düsseldorfer Bürgerinnen und Bürger besonders auf den Aspekt der Sichtbarkeit im Straßenverkehr und der damit verbundenen Sicherheit aufmerksam zu machen.

 

Die ersten 1.000 Inliner wurden von der Stadt Düsseldorf mit Warnwesten ausgestattet. Zusätzlich gab es insgesamt 1.000 reflektierende Helmcover des Sozialwerks der Polizei für die Teilnehmer. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit Nutcase-Helme und Inline-Skates auszuleihen. Somit setzte diese Rollnacht auf einem Stadtkurs von ca. 20 Kilometern Länge ein deutlich sichtbares Zeichen in Düsseldorf.

Nur wer im Straßenverkehr gesehen wird, auf den kann rechtzeitig reagiert werden.

In den Monaten Oktober bis März („Dunkle Jahreszeit“) ereigneten sich zuletzt 31% der Gesamtunfälle während der Dunkelheit, das waren 2011 1.839 Unfälle mit 806 Verletzten. Gerade die Wege zum Kindergarten, zur Schule und auch zur Arbeitsstelle absolvieren wir in dieser Jahreszeit in der Dunkelheit und sind schlechter für andere erkennbar.

Im letzten Jahr waren im Düsseldorfer Stadtgebiet 60 % der Getöteten sowie ungefähr 30 % der Schwer- und 25 % der Leichtverletzten bei Verkehrsunfällen zu beklagen, die sich bei Dämmerung oder Dunkelheit ereigneten. Ein Teil dieser Unfälle hätte nicht geschehen müssen, wenn insbesondere die „schwachen“ Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer besser erkennbar gewesen wären und wenn Autofahrer sich durch eine defensive Fahrweise auf die besonderen Witterungsbedingungen und eine schlechtere Sicht eingestellt hätten.

 

Die Kooperationspartner appellieren:

„Wir haben die Möglichkeit unsere Kinder zu schützen; wir müssen es nur umsetzen! Das heißt: Helme, Westen und reflektierende Materialien müssen getragen werden. Hier sind die Eltern in der Pflicht!“

 

Während der „Dunklen Jahreszeit“ wird die Polizei Düsseldorf verstärkt Kontrollen im Hinblick auf Sichtbarkeit und Beleuchtung durchführen.

Wir wünschen Ihnen eine unfallfreie „Dunkle Jahreszeit"!

 

Achtung Fußgänger! - Kampagne zur „Fußgängersicherheit“

 

Die hohen Unfallzahlen bei Fußgängern haben die Kooperationspartner Polizei, Stadt, Rheinbahn, Verkehrswacht und Antenne Düsseldorf auf den Plan gerufen. Sie wollen an das Gewissen und die Vernunft aller Verkehrsteilnehmer appellieren, sich aufmerksam und umsichtig im Verkehr zu verhalten, damit in Zukunft die hohe Zahl an Fußgängerunfällen sinkt.

Ein großes Problem sind die vielen Menschen, die bei ROT über die Straßen laufen, oder die Jugendlichen, die es cool finden, mit ihren Rädern Slalom fahrend zwischen den Fußgängern herumzukurven und dabei so manchen anfahren. Auch wer nachts mit schwarzer Kleidung über die Straße läuft, lebt gefährlich. Fußgänger haben nun mal keine elektronischen Schutzsysteme und auch keine Airbags. Das einzige, was sie schützt, ist die eigene Vorsicht und gegenseitige Rücksicht der übrigen Verkehrsteilnehmer.

Die Kooperationspartner haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Zahl von verunglückten Fußgängern zu senken. Davon werden viele durch eigenes falsches Verhalten verursacht, oftmals waren die Fußgänger selbst Verursacher des Unfalls. Aufklärung ist also dringend notwendig. Den Erwachsenen muss auch klar gemacht werden, dass die Kinder ihr falsches Verhalten kopieren und sich damit noch größeren Gefahren aussetzen.

Über das Jahr verteilt stehen 100 riesige Plakate unübersehbar an zentralen Plätzen in der Stadt, um für mehr Rücksicht zu werben und aufmerksam auf einen ernsten Hintergrund aufmerksam zu machen. Die Kampagne wird ständig fortgeschrieben und u.a. mit regelmäßigen Aktionstagen flankiert.


"Verkehrsunfälle sind vermeidbar! Verkehrsunfälle werden verursacht!"

Alle Kooperationspartner bündeln die vorhandenen Kompetenzen für ein gemeinsames Ziel:
Weniger Fußgängerunfälle!