Kurt-Dreist-Preis für Verkehrssicherheit

Kurt Dreist - Den Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer zu stärken und zu verbessern, war die oberste Priorität seines Handelns.
Kurt Dreist - Den Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer zu stärken und zu verbessern, war die oberste Priorität seines Handelns.

Die Verkehrswacht Düsseldorf  e.V. möchte mit dem "Kurt-Dreist"-Verkehrssicherheitspreis das überdurchschnittliche Engagement verantwortungsbewusster Menschen und ihren Beitrag zur Unfallverhütung im Straßenverkehr würdigen.  

Der Preis soll an Bürgerinnen und Bürger vergeben werden, die sich durch herausragende Leistungen für die Sicherheit auf unseren Straßen eingesetzt haben.  

Dabei kann es sich sowohl um Einzelpersonen, als auch Personengruppen handeln, deren Tätigkeiten mit einem, über das (beruflich) normale Maß hinausgehenden Einsatz, verbunden ist und auch unter Überwindung von Widerständen als beispielhaft zur Nachahmung empfohlen werden kann.   

Die Benennung des Preises nach "Kurt Dreist" soll sowohl Anerkennung seines Lebenswerkes, als gleichzeitig auch Ansporn für die kommenden Generationen sein, die Verkehrssicherheitsarbeit niemals als unwichtig zu vernachlässigen.  

Der "Kurt-Dreist"-Preis für Verkehrssicherheit wird einmal im Jahr verliehen und ist mit einem Betrag in Höhe von 500,- € dotiert, gestiftet von der Verkehrswacht Düsseldorf e.V.   

 Ausgezeichnet werden können:  

- Einzelpersonen
- Personengruppen
- Institutionen/Vereinigungen
- Firmen
- Projekte  

Der "Kurt-Dreist"-Preis wird nach Empfehlung einer Jury verliehen.  

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein:  

- überdurchschnittliches Engagement zur Unfallverhütung im Straßenverkehr

- herausragende Leistungen für die Verkehrssicherheit,  ggf. auch unter Überwindung von Widerständen,  die beispielhaft zur Nachahmung empfohlen werden können.

Ausdrücklich sollen keine Mitarbeiter, Vorstandsmitglieder oder Mitglieder der Verkehrswacht, als Preisträger ausgezeichnet werden.  

Die Preisträger

Preisträger 2017: Radstation der ZWD GmbH (Mitte)
(v.l.n.r.) Laudator Burkhard Hintzsche, Stadtdirektor Landeshauptstadt Düsseldorf, Marc Huhn, Radstation, Claudia Diederich, Geschäftsführerin ZWD GmbH, Andreas Hartnigk, Vorsitzender der Verkehrswacht Düsseldorf e.V.

2017
Radstation

der Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH

Begründung der Jury:

 "Die Radstation ist das starke Rückgrat der Verkehrserziehungsarbeit und des Radverkehrs in Düsseldorf. Seit vielen Jahren, noch bevor der Radverkehr boomte und ohne Grand Depart in Düsseldorf, ist das Team der Radstation hoch engagiert um die Verkehrserziehung in den Düsseldorfer Grundschulen und auch weiterführenden Schulen zu unterstützen. Nur durch die Hilfe der Radstation ist es erst überhaupt möglich, dass die Grundschulen sich zwei Fahrradanhänger zum Radfahren üben kostenfrei ausleihen können. Einmalig in Deutschland! Die Jugendverkehrsschule in Rath, sowie die drei mobilen Jugendverkehrsschulen, wo jährlich rund 4.700 Kinder ihre Radfahrausbildung durchlaufen, wären ohne die unermüdliche und profunde Leistung der Radstation nicht möglich. Die Fahrräder, Helme und die dazugehörige Ausrüstung werden regelmäßig kontrolliert, repariert und gepflegt. Die Radstation ist aber auch bei vielen Aktionstagen, wie z.B. dem großen Verkehrsicherheitstag und dem RadAktiv-Tag mit Rat und Tat aktiv. Das eigentliche Angebot und der Service an der Radstation am Hbf und der neuen Dependance unter der Rheinkniebrücke suchen indes seinesgleichen. Ob Reparatur von Fahrrädern, Ausleihe oder Parkmöglichkeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Radstation sind stets freundlich, hilfsbereit und überragende Teamplayer rund um den Radverkehr. Dabei ist die Leistung nicht nur vorbildlich für die Verkehrssicherheit auf Düsseldorfs Straßen, sondern geht deutlich über das eigentliche Aufgabengebiet einer klassischen Radstation hinaus. Wir könnten nicht mehr ohne! Mit der Verleihung des Kurt-Dreist-Preises an die Radstation der Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH würdigen wir das herausragendes Engagement des gesamten Teams der Radstation um die Verkehrssicherheit in Düsseldorf."

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.

Preisträger 2016: Werner Kochler (Mitte)
(v.l.n.r.) Andreas Hartnigk, Vorsitzender der Verkehrswacht Düsseldorf e.V., Werner Kochler, Preisträger, Amt für Verkehrsmanagement, Laudator Dr. Stephan Keller, Beigeordneter Landeshauptstadt Düsseldorf

2016
Werner Kochler,

Amt für Verkehrsmanagement -
Leiter des städtischen Verkehrsdienstes

Begründung der Jury:

"Mit seinem profunden und vielfältigen Sachverstand und seiner pragmatischen, professionellen und zielführenden Art und Weise hat Werner Kochler vielen Veranstaltungen in Düsseldorf zum Erfolg verholfen. Gleichzeitig bleibt er bescheiden und souverän im Hintergrund. Egal, ob "Größte Kirmes am Rhein", der Metro-Marathon oder der Martinsumzug in Bilk Herr Kochler begleitet all diese Veranstaltungen mit voller Hingabe und großem Einsatz. Er kennt jede Kreuzung und jedes Verkehrsschild in der Landeshauptstadt und kann somit auch ohne große Recherche bei Besprechungen oder vor Ort hilfreich zur Tat schreiten. Im Gegensatz zu "Google Maps" ist Werner Kochler immer aktuell.Dabei wird das Tagesgeschäft des städtischen Verkehrsdienstes von ihm und seinem Team nicht vernachlässigt.

Werner Kochlers Leistung ist vorbildlich für die Verkehrssicherheit auf Düsseldorfs Straßen und geht deutlich über das beruflich normale Maß hinaus. Mit der Verleihung des Kurt-Dreist-Preises an Werner Kochler würdigen wir sein herausragendes Engagement um die Verkehrssicherheit in Düsseldorf."

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht.

WER WAR KURT DREIST?

Direktor am Amtsgericht Kurt Dreist war von 1962 bis zu seinem Tod im Jahr 2010 ein großer Verfechter der Verkehrssicherheitsarbeit in seiner Heimatstadt Düsseldorf und auch darüber hinaus. Sein Engagement und sein Wirken auf lokaler, wie auf Landes- und Bundesebene waren vorbildhaft, herausragend und bemerkenswert. 

Oberste Priorität seines Handelns war, die Verkehrssicherheit sowie den Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer zu stärken und zu verbessern. 

Wegen seines vielfältigen erfolgreichen Engagements wurde Kurt Dreist u.a. mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Sein Lebenswerk war geprägt von seinen fortschrittlichen und richtungsweisenden Denkanstößen und Taten zum Wohle der Verkehrssicherheit und seiner Mitbürger.

Stellvertretend für viele Ideen und Aktionen, die Kurt Dreist mit seinem Vorstand und seinen Mitarbeitern initiierte und verwirklichte, seien die bereits zum Ende der 60er Jahre erfolgte Gründung eines Verkehrsübungsplatzes im Düsseldorfer Hafen, als einer der Ersten seiner Art überhaupt, sowie die Einführung der Verkehrskadetten 1972 in Düsseldorf, einer Idee aus der Schweiz folgend, erwähnt.

Curriculum Vitae von Kurt Dreist

Kurt Dreist wurde am 26. November 1921, in Deutsch-Krone, Westpreußen, geboren und ist bereits in früher Kindheit nach Krefeld, später Düsseldorf, gezogen.

Er ist am 26. März 2010, in Düsseldorf, verstorben.

Kurt Dreist war über 35 Jahre hauptberuflich als Richter, zuletzt als Direktor am Amtsgericht, in Düsseldorf, tätig. Er war gläubiger Katholik, ein polyglotter Mensch und vielseitig interessiert. Sein Hauptinteresse galt bis zuletzt, neben dem aktuellen Tagesgeschehen, der Politik, Geschichte und Religion.

Seine liebsten Hobbys waren die Jagd, die Natur, Wanderungen, Reisen und Lesen. Er war ein hervorragender Weinkenner und liebte es, hin und wieder einen guten Tropfen zu verköstigen.

Der Werdegang von Kurt Dreist:

1945 - 1949 Studium der Rechtswissenschaften, in Bonn

1949 - 1984 Hauptberufliche Tätigkeit als Richter

1966 bis 1998 Vorsitzender der Verkehrswacht Düsseldorf e.V., und seit 1966 ständiges beratendes Mitglied des Ordnungs- und Verkehrsausschusses des Rates der Stadt Düsseldorf

1974 bis 1995 Präsident der Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen e.V.

1977 bis 1992 Vizepräsident der Deutschen Verkehrswacht

01. April 1984 Eintritt in den Ruhestand

1998 Ernennung zum Ehrenvorsitzender der Verkehrswacht Düsseldorf e.V.